Mit allen Sinnen

Ausstellung von Barbara Niesen
im Kranz Parkhotel

Am 22. November 2026, 28. Februar 2027 und 14. März 2027

Drei Veranstaltungen verbinden die Assemblagen von Barbara Niesen mit Dichtung, Duft, Geschmack und Musik.

Die Ausstellung findet an folgenden drei Terminen statt:

  • 22. November 2026 Vernissage
    mit der Premiere des Parfüms „Les Soeurs“,
  • 28. Februar 2027 Midissage
    mit Fruchtsaftverkostung und Rezitationen von Gedichten und
  • 14. März 2027 Finissage
    mit Sprechgesang von Tamara Lukasheva mit dem Programm „Rilke vertont.solo“.

Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige verbindliche Anmeldung bis zum 1. November 2026 mit Angabe von Begleitpersonen beim Organisator, Robert Niesen, per E-Mail an infoaGWJrpQ3bG6sALt8Eviu2cult-netart oder telefonisch unter der Handynummer 0171/19 36 827 erforderlich.

Die Werke

Gezeigt werden zwanzig Assemblagen aus Barbara Niesens Werkzyklen zu Gedichten von Ernst Jandl, Christian Morgenstern und Rainer Maria Rilke.

Der Jandl-Zyklus begann 2015, und fünf dieser frühen Arbeiten waren bereits im Rosenhang Museum in Weilburg zu sehen — schon damals mit QR-Codes, über die das zugehörige Gedicht zu hören ist, rezitiert von Malte Sonnenfeld.

Exemplarisch drei Bilder aus drei Zyklen

Neu ist, dass die „Bilderfamilie“ größer geworden ist. Im Buch „Schwesterkünste“ von Robert Niesen geht es um die alte Verwandtschaft von Bild, Wort und Klang. In dieser Ausstellung treten drei Schwestern hinzu, die man dort nie mitgezählt hat: der Duft, der Geschmack und das Gehör.

Barbara Niesen hat gemeinsam mit dem Kölner Parfümeur Uwe Manasse ein Parfüm geschaffen — „Les Soeurs“ —, das nicht Beigabe ist, sondern zum Werk gehört. Und die Sommelière Soledad Sichert hat Fruchtsäfte ausgewählt, die den Bildern antworten. Die Ästhetik hat Riechen und Schmecken lange als niedere Sinne behandelt und aus dem Kreis der Künste herausgehalten. Barbara Niesen widerspricht — und lädt dazu ein, es selbst zu prüfen. Der bekannte TV-Sprecher und Fernsehmoderator Malte Sonnenfeld rezitiert die Gedichte, die Barbara Niesen in ihren Assemblagen dargestellt hat.

Der „Dichtring“

Dazu kommt der von Robert Niesen erfundene „Dichtring“ und an Georg Philipp Harsdörffers angelehnten „Fünffacher Denckring der Teutschen Sprache“ von 1651: fünf drehbare Ringscheiben mit Motiven aus Niesens Werken. Wer sie in Bewegung setzt, erhält ein Gedicht, das der Zufall in diesem Moment aus Jandls, Morgensterns oder Rilkes Versen zusammensetzt — das es zuvor noch nie gegeben hat. Der Dichtring kann in der Ausstellung gedreht werden und das zufällig erzeugte, dadaistische Gedicht wird per E-Mail dem Ausstellungsbesucher auf Wunsch zugesandt.

Vernissage — Sonntag, 22. November 2026, 15.00 Uhr

Moderation

Der bekannte TV Sprecher und Fernsehmoderator Michael Koslar (Künstlername: Malte Sonnenfeld), der zugleich Maler und Satiriker ist, begrüßt und führt durch den Nachmittag.

Zu hören sind Gedichtrezitationen aus seinem Munde und Auszüge aus seinem humorvollen Kunst-Kabarettprogramm „Malen Sie doch mals was Schönes“.

Das Kabarettprogramm „Malen Sie doch mals was Schönes“ ist auch als Hörbuch im Verlag „Der Kulturvernetzer“ erschienen und kann dort als Audiodatei bzw. als Podcast käuflich erworben werden.

Einführung

Inhaltlich einführen in das Gesamtkunstwerk „Mit allen Sinnen“ von Barbara Niesen wird Prof. Dr. Irene Daum, Neuropsychologin mit Forschungsstationen in London, Tübingen, Bochum und Padua. Sie beleuchtet den Titel „Mit allen Sinnen" aus der Perspektive der Hirnforschung zu Wahrnehmung, Gedächtnis und Kreativität.

Redakteurin und Fotografin, Diplom in Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Promotion an der Universität London, Habilitation an der Universität Tübingen, langjährige Forschungstätigkeit in Psychologie und Neurowissenschaften an den Universitäten London, Tübingen, Bochum und Padua, über 100 wissenschaftliche Veröffentlichungen mit Schwerpunkt auf den Themen Hirnmechanismen von Wahrnehmung, Gedächtnisprozessen und Kreativität; gewähltes Mitglied des Ateneo Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Venedig, Übersetzung von Gedichtbänden für den La Toletta Verlag, Venedig, Mitglied des Beirats des Vereins „Kunst hilft Geben“, Köln und der Global Collection Network (COLLWEB) GmbH, Burgdorf, Schweiz. Mitglied der Deutsch-Schweizerischen Wirtschaftsvereinigung zu Düsseldorf, aktuelle Buchpublikation (mit Christian Heuchel): Bauten im Kopf - Architektur und Neurowissenschaften, Springer Nature Verlag, 2025

Les Soeurs – Premiere eines Parfüms

Als weiterer Höhepunkt und Premiere wird „Les Soeurs" vorgestellt — ein Duft, den Barbara Niesen gemeinsam mit dem Kölner Parfümeur Uwe Manasse, Manufaktur Duftwerk für diese Werke geschaffen hat. Der Duft ist keine Beigabe, sondern integraler Bestandteil des Gesamtkunstwerks: gewissermaßen eine olfaktorische Reliquie. Uwe Manasse stellt den Duft vor und erklärt die Affinitäten zu den Bildern von Barbara Niesen. Das Parfüm kann anschließend käuflich erworben werden.

Midissage — Sonntag, 28. Februar 2027, 15.00 Uhr

Eine Fruchtsaftverkostung mit der argentinischen Sommelière Soledad Sichert. Sie stimmt ihre Fruchtsaftauswahl auf die Werke von Barbara Niesen ab und erläutert, warum welcher Saft zu welchem Bild korrespondiert.

Dazu spricht und rezitiert Malte Sonnenfeld — unter anderem die Gedichte „Der Aromat“ und „Im Delikatessenladen“.

Finissage als Matinée — Sonntag, 14. März 2027, 11.00 Uhr

Tamara Lukasheva singt Rilke. Die ukrainische Sängerin und Pianistin hat Rilkes Gedichte selbst vertont und begleitet sich am Klavier — von schimmernden Arpeggien bis zu Passagen, in denen sie das Instrument verstummen lässt und die Stimme allein trägt. Für alle, die der Lyrik zugeneigt sind, und ebenso für die Anhänger des europäischen Jazz.

Tamara Lukasheva fasst die von ihr vertonten Gedichte von Rainer Maria Rilke in ein vokalistisches Spektrum voller Kontraste. Das Fundament für die Stücke formt sie selbst am Klavier, wechselt von schimmernden Arpeggien zu dichten Harmonien, repetitiven Patterns oder zarten melodischen Linien und lässt es ab und an ganz verklingen, um einzelne Passagen allein der Stimme zu überlassen. So gibt die ukrainische Künstlerin dem Fragenden, dem Suchenden, der Melancholie und dem Dramatischen in Rilkes Gedichten eine vielförmige musikalische Gestalt, dabei ganz sich selbst genug. Das dürfte die der Lyrik Zugeneigten gleichermaßen ansprechen wie die Anhänger des europäischen Jazz.

Anmeldung

Für die Teilnahme an den drei Terminen ist aus organisatorischen Gründen eine verbindliche Anmeldung mit Angabe der teilnehmenden Personen bis zum 1. November 2026 beim nachstehenden Organisator erforderlich.

Teilnahmebeitrag

Für die Teilnahme an dem Event „Fruchtsaftverkostung“ zur Midissage am 28.02.2027 und das Konzert von Tamara Lukasheva zur Finissage am 14.03.2027 beträgt der finanzielle Beitrag jeweils 20,00 Euro pro Person. Der Beitrag wird vor Ort bezahlt.

Kulinarisches Angebot

Zur Vernissage werden Fingerfood sowie Sekt, Mineralwasser und Orangensaft gereicht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in den beiden Restaurants des Kranz Parkhotels à la carte zu speisen.

Organisator

Autor, Verleger und Kulturvernetzer
Dipl.-Kfm. Robert Niesen
Loch 8
51588 Nümbrecht
Mobil: 0171 / 19 36 827
E-Mail: infoaGWJrpQ3bG6sALt8Eviu2cult-netart
Internet: www.cult-net.art